Security as part of Emergency and Disaster Management – Planning an Event.
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Nun ist auch die 9.000er Grenze erreicht. Ich danke allen meinen Besuchern und wünsche ein schönes und geruhsames Osterfest.
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Hoch gelegene Arbeitsplätze bergen zahlreiche Gefahrenquellen in sich. Dessen ist man sich bewußt. Also kommt der Arbeitsschutz ins Spiel. Aber ist das wirklich Arbeitsschutz… ?
Eine typische Situation: Nach starkem Schneefall haben sich große Mengen an Schnee auf dem Dach einer Halle angesammelt. Zeitungen berichten von einstürzenden Dächern (z.B. bei der Olympiahalle in Sarajewo). Früher oder später kommt die eigene Verunsicherung und man schickt die eigenen Mitarbeiter aufs Dach, um es von der Schneelast zu befreien. Damit nichts passiert, sollen sie sich noch die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz anlegen (PSAgA). Während die da oben arbeiten, kann man ja selber wieder seinen eigentlichen Aufgaben nachgehen…
Ein solcher Arbeitsschutz kann nicht gewollt sein. Denn so sicher sind der oder die Mitarbeiter auf dem Dach nicht. Sinnvoller und zwingend notwendig wäre es, zuerst nach technischen Lösungen zu suchen. Aber das setzt eine Gefahrenbeurteilung voraus.
Gibt es große Absturzhöhen?
Gibt es Bereiche, die nicht durchtrittssicher sind (Oberlichter, Dachkuppeln etc.).
Entsprechend sollte gerpüft werden, ob es zum Beispiel Absturzsicherungen (z.B. als Geländer, Bügel etc.) am Dachrand gibt. Gibt es ein Geländer um die Dachkuppel oder befindet sich darin ein Gitter, das den Durchsturz verhindert?
Muß wirklich das ganze Dach begangen werden? Welche organisatorischen Möglichkeiten habe ich, um die Lasten durch die Menschen auf dem Dach zu minimieren?
Bleibt schließlich wirklich nur noch die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, dann sollte man auch prüfen, ob und welche Möglichkeiten bestehen, die Sicherung einzuhängen. Eine ganz wichtige Frage besteht zum Beispiel auch darin, wie kann man eine Person, die in die PSAgA gestürzt ist wieder bergen? Wieviel Zeit vergeht, bis er oder sie wieder festen Boden unter den Füßen haben? Weniger als 20 Minuten werden in einer solchen Situation schnell zu einer sehr ehrgeizigen Aufgabe. Alles was länger dauert kann zu ernsten gesundheitlichen Schäden führen. (Vielleicht sollte man das mal unter optimalen Bedingungen mal im Sommer üben
? ).
Gehen wir davon aus, daß ein solcher Unfall tatsächlich eingetreten ist. Der Mitarbeiter ist in den Gurt gestürzt und seine Kollegen konnten ihn innerhalb der 20 Minuten wieder hochholen oder herunter lassen. Was sollte dann passieren? Vielleicht ist er noch benommen?
Irgendwo im Hinterkopf ertönt eine leise Stimme und erinnert sich an den letzten Erste-Hilfe-Kurs (der hoffentlich nicht mit dem vom Führerschein identisch ist!) und sagt: “Stabile Seitenlage”. Richtig. In jeder anderen Situation wäre das eine denkbare Lösung. Aber hier? Hier wäre sie unter Umständen tödlich!
Ist jemand in den Gurt gestürzt, dann versackt schwerkraftbedingt das Blut in den unteren Extremitäten. Die Füße haben keinen festen Untergrund und somit kommt es nicht zu den notwendigen Muskelbewegungen. Die sog. Muskelpumpe ist außer Kraft gesetzt. Das Blut fehlt jetzt den wichtigen Organen und dem Gehirn. Damit werden sie auch nicht mit Sauerstoff versorgt. Diese gesamte Situation wird orthostatischer Schock genannt. Der Begriff leitet sich ab von Orthostase, der aufrechten Haltung, die das Gurtsystem dem Träger aufzwingt sobald er im System hängt.
Wenn eine Person in einem derartigen Zustand auf einmal flach oder in Schocklage gelagert wird, dann kann der sog. Bergungstod eintreten: Sauerstoffarmes Blut strömt jetzt Richtung Herz und führt zu einer Volumenüberlastung. Außerdem können ein erhöhter Blutkaliumspiegel bzw. Giftstoffe, die sich gebildet haben, Herz, Nieren und andere Organe beeinträchtigen.
Minimiert werden kann diese Auswirkung, in dem ein gut angepaßtes Gurtzeug gewählt wird und in dem Seilschlaufen , die mit Prusikknoten befestigt sind, so daß die Füße hineingesteckt werden können und die Muskelpumpe angeregt wird. Sobald der/die Verunfallte geborgen ist, sollte er/sie in aufrechter Kauerhaltung hingesetzt werden. Mindestens 20 Minuten sollte die Person in dieser Haltung hocken bleiben. Auf eine ärztliche Untersuchung sollte in keinem Fall verzichtet werden.
Es geht mir hier nicht darum, die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz zu verteufeln. Sie hat durchaus ihre Berechtigung. Aber sie sollte wirklich nur dann eingesetzt werden, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Ich erlebe es selber immer wieder, wenn ich zu Arbeitssicherheitsaspekten hinzugeholt werde, daß geradezu refelxartig die PSAgA als Generallösung gewählt werden soll. In vielen Fällen ist das aber gar nicht richtig. Dennoch gibt es auch die Situationen, daß man auf sie angewiesen ist. Aber wie so häufig gilt auch hier: Das System ist nur so gut, wie der Ernstfall damit trainiert wurde.
Veröffentlicht in Arbeitssicherheit | Getaggt mit 20 Minuten, Absturz, Hängetrauma, Orthostase, orthostatischer Schock, Persönliche Schutzausrüstung, Prusikknoten, PSAgA, Schneelast | Kommentar schreiben »
Gerade ist der oder die 8.000ste Besucher bzw. Besucherin auf dem Blog gewesen. Herzlichen Dank für das weiterhin anhaltende Interesse. Danke auch für die Rückkoppelungen. Es geht in diesem Jahr weiter mit einigen interessanten Artikeln.
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Die Hinweise verdichten sich. Seit Wochen regt es sich unter dem Vulkan Thera bzw. Santorin. Verschiedene Beben wurden aufgezeichnet. Parallel mit der seismischen Aktivität wölbt sich auch der Bereich über der Magmakammer. Die Zeit zwischen 1993 und 2010 war geprägt von einem Absinken der Oberfläche um ca. 1 cm im Bereich der Caldera. Die Umkehr dieses Trends, verbunden mit dem Tremor deuten darauf hin, daß Magma emporsteigt.
Erdbebenaktivität im Bereich der Insel Thera (Santorin),
Realtime Seismogramm (Santorin).
Die Wassertemperatur steigt an. Bis zu 39 t CO2 treten täglich aus.
Es gibt also verschiedene Indizien, die darauf hindeuten, daß der Vulkan aktiv wird. Was wird passieren? Wir müssen abwarten. Bewußt verzichte ich hier darauf, die großen, verheerenden Eruptionen dieses Vulkans zu beschreiben. Nur zu leicht entstünde der Eindruck, daß etwas ähnliches bevorstünde. Was wirklich kommen wird ist ungewiß. Letztmalig war der Vulkan in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts aktiv. Deutlich weniger stark als etwa in der Bronzezeit, als die minoische Kultur ausgelöscht wurde. Zum heutigen Zeitpunkt besteht eine erhöhte Gefahr, daß Erdbebenschäden aufrtreten werden. Den Rest müssen wir abwarten…
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Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 5.700 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 5 Fahrten nötig.
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